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Abgeschlossene Projekte:


Ganztages-Kindergarten in Dudestii-Noi (RO)

Von August 2004 bis Ende 2015 unterstützte Wundertüte e.V. den Ganztages-Kindergarten in Dudestii-Noi mit 200 Euro monatlich.

Der 1960 gegründete staatliche Kindergarten betreut 38 Kinder. Da im Kindergarten drei Mahlzeiten für die Kinder gereicht werden, müssen die Eltern dafür umgerechnet 10 Euro im Monat zahlen. Die Familien in Dudestii können diese Summe in den meisten Fällen nicht aufbringen, daher wurden bisher nur wenige Kinder dorthin geschickt.

Dieser Kindergarten ist mit einer Vorschule in Deutschland zu vergleichen, da die Kinder dort Lesen und Schreiben lernen. Daher ist die Teilnahme für die weitere Entwicklung der Kinder sehr wichtig.

Die monatliche Unterstützung wird zur Verbesserung der Ernährung der Kinder und für die Zahlung der Eigenbeteiligung für besonders arme Familien verwandt.


Der Kindergarten mit neuen Fenstern


Die "Großen" im Unterrichtsraum

Im Jahre 2005 wurden durch uns dringend erforderliche Renovierungsarbeiten im Küchen- und Sanitärbereich (der Kindergarten stand Ende 2004 kurz vor der Schließung durch die Gesundheitsbehörden) sowie der Austausch defekter Fenster in den Gruppenräumen in Höhe von ca. 6.000 Euro finanziert. Daneben haben wir bis Ende 2011 den im gleichen Gebäude untergebrachten Halbtages-Kindergarten mit 50 Euro monatlich unterstützt. Der Bürgermeister bedankte sich mit diesem Schreiben.

Die sieben Betreuerinnen benötigen für die Arbeit regelmäßig Papier, Holzspielzeug, Fingerfarbe, Buntstifte etc.

 

2004 erhielten wir ein Dankschreiben von der Leiterin des Kindergartens.

2009 haben einige Eltern der Kinder neue Spielgeräte im Innenhof gebaut, da die alten Geräte nicht mehr sicher waren. Das Material wurde von unserem nicht verwendetem Geld für die Ernährung und Lehrmittel aus 2008/2009 gezahlt:

 

Eine Fotostrecke mit Bildern von früher und heute (Stand 2013) finden Sie hier.


Nachhilfe-Projekt in Essen

"Vogelheimer Kinder im Aufwind"

Vogelheim als einer der nördlichen Stadtteile der Stadt Essen zeichnet sich sowohl durch einen hohen Anteil an Kindern aus als auch durch eine hohe Zahl an Alleinerziehenden-Haushalten. Das Leben ist deutlich geprägt durch Arbeitslosigkeit und den Bezug öffentlicher Leistungen anstelle von Erwerbseinkommen. Dementsprechend sind der Erlebnishorizont und die Möglichkeit, Erfahrungen außerhalb des Stadtteils zu machen, recht gering. Die Zahl der niedrigen Schulabschlüsse sind in Vogelheim signifikant höher als im städtischen Durchschnitt.

In der Grundschule lernen Schüler aus vielen verschiedenen Nationen miteinander, was sie für die weitere Schullaufbahn und für ihr Leben wissen müssen. Die Lehrerschaft ist bemüht, den ihnen anvertrauten Kindern viel Unterstützung zukommen zu lassen und ihre intellektuellen und sozialen Kompetenzen so gut wie möglich zu stärken. Angesichts schmaler öffentlicher Kassen kann nie soviel für diese Kinder getan werden, wie eigentlich notwendig und sinnvoll wäre.

Das Projekt

Das Projekt wurde von Mai 2007 bis Januar 2008 durchgeführt. Im Juni 2007 berichtete der Essener "Nordanzeiger" über das Projekt. Nach entsprechender Absprache zwischen der Stadthafenschule und dem Jugendamt Essen wurden die vier Mädchen an einem Nachmittag pro Woche in den "Computainer" in Vogelheim eingeladen, ein Haus des Jugendamtes, in dem Bildung, Beratung, Begegnung und Stadtteilarbeit ihren Platz haben. Dort dienten die folgenden zwei Zeitstunden (15 – 17 Uhr) sowohl der Unterstützung beim Erwerb bzw. bei Vertiefung von schulischen Lerninhalten (Schwerpunkte Deutsch und Mathematik) als auch dem Erwerb sozialer Verantwortung und der Erweiterung des Erfahrungshorizontes. Eine breitere Sicht von Welt und Umwelt wurde den Kindern eröffnet. Dies sollte ihre Bildungschancen mit Blick auf die weiterführenden Schulen erhöhen.

Darüber hinaus wurden in unregelmäßigen Abständen Ausflüge zu Einrichtungen unternommen werden, die das Wissen über die Welt erweitern, z.B. ein Besuch des Kükelhauses ( „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“), einer Stadtrundfahrt, dem Besuch eines Bauenrhofes und Kleingartens und dem Treffen mit einem Jäger im Computainer. In Abständen wurden die Eltern eingeladen, bei denen das Erfahrene und Gelernte präsentiert wurde – ebenfalls ein Motivationsfaktor. Gleichzeitig diente dies der Verbesserung des Selbstwertgefühls und des selbstbewussten Auftretens vor Gruppen. Die Auswertung der Wirksamkeit bzw. des Erfolges verlief sehr positiv. Die Kinder haben sich nach einhelliger Meinung der Lehrerin und den Eltern schulisch gut entwickelt und im Sozialverhalten große Fortschritte gemacht.

Als Dankeschön überreichten die Mädchen Wundertüte e.V. zum Projektende eine "Urkunde"!


Der leukämiekranke Benjamin und seine Familie

Wundertüte "im Pott": Von 2004 bis 2005 haben wir die Familie des neunjährigen leukämiekranken Benjamin aus Gelsenkirchen unterstützt. Die Mutter - mit einem Berg von Schulden von ihrem Mann verlassen - musste mit 600 Euro monatlich drei Kinder und die bettlägerige Großmutter versorgen. Benjamin hatte gerade die "harte" Chemotherapie überstanden.

In erster Linie haben wir der Familie durch den Kauf von Möbeln für die Kinder (u.a. ein Hochbett und Kleiderschrank) sowie Vermittlung von Sachspenden für alle drei Kinder und den Kauf dringend benötigter Bekleidung geholfen.


Tageszentraum "Casa Jana" in Lugoj (RO)

Das Haus Jana ("Casa Jana") wurde im August 2003 von der Präsidentin der Filiale des Clubs christdemokratischer Frauen im Banat (CCDFB), Carmen Dolog, in Lugoj (ca. 20 km westlich von Temesvar) gegründet.

Carmen Dolog kümmert sich mit einem zweiköpfigen Betreuerinnen-Team in dem Tageszentrum um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus dem Bocsei-Viertel, um Problemen wie dem "Schule schwänzen" oder dem Verlassen der Familie vorzubeugen sowie indirekt dem Phänomen von Jugendkriminalität entgegen zu wirken. Das Projekt sieht langfristig auch die Einbeziehung der Familien dieser Kinder vor.


Unter "sozial benachteiligten Kindern" werden diejenigen verstanden, die aufgrund widriger wirtschaftlicher, kultureller oder erzieherischer Bedingungen Lernschwierigkeiten haben, straffällig geworden sind oder Probleme beim Finden einer Lehrstelle haben. Viele Kinder und Jugendliche sind in dieser Situation, häufig landen Kinder mit Lernschwierigkeiten in der Neuropsychiatrie.

In Lugoj gibt es keine Institutionen oder sozialen Dienste, die sich professionell der Verbesserung der Lebensqualität dieser Kinder und ihrer Familen annehmen. In diesem Tageszentrum werden die Kinder nach der Schule betreut und sie erhalten ein Mittagessen und Abendbrot. Individuelle Betreuung bei den Hausaufgaben, die Aufarbeitung schulischer Defizite sowie Angebote alternativer Freizeitgestaltung stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Darüber hinaus sollen auch Familiengespräche mit den betroffenen Eltern geführt und die Bemühungen um Lehrstellensuche unterstützt werden.



Carmen Dolog
mit ihrem Team
Alina und Adina
Das Haus hat drei Zimmer, eine Küche, ein Badezimmer und einen kleinen Hof. Es bestand zunächst ein hoher Renovierungsbedarf, da es nur in einem Zimmer eine Heizung (Holzofen) gibt, die Zimmer teilweise keinen Fußboden haben (Erde) und im Badezimmer die Wasserinstallation fehlt.

Die Renovierung war nach nur 86 Tagen mit Hilfe von Verwandten und Freunden soweit abgeschlossen, dass das "Casa Jana" am 26.11.2003 offiziell eröffnet wurde:

So haben im "Casa Jana" sechs Mädchen uns ein Junge fünf Tage in der Woche ein "kuscheliges Heim" gefunden.



Wundertüte e.V. unterstützte dieses Projekt zusammen mit anderen Organisationen (Initiative "Tears in Heaven - Hilfe für Kinder in Rumänien" und das "Hilfswerk Perspektive für Kinder" aus der Schweiz) durch einen Zuschuss zur Hausmiete und zahlte die Personalkosten für die Erzieherin und Sozialarbeiterin.

Juli 2005:

Auch aus finanziellen Gründen wurde das Projekt "Casa Jana" zum 01.07.2005 aufgelöst.

Nachdem im Frühjar 2005 im Bocsei-Viertel ein gemeinsames Hilfsprojekt („St. Ioana Antida“) der in Lugoj ansässigen „Schwestern der Barmherzigkeit“ und der italienischen Hilfsorganisation „ITACA“ gegründet worden war, sollen die im "Casa Jana" betreuten Kinder im August 2005 dort aufgenommen werden.
Ziel dieses Projektes ist - wie das von uns mitinitiierte Tageszentrum - die Unterstützung von Kindern und Frauen aus dem Bocsei-Viertel. Kindern im Alter von 8 bis 15 Jahren soll u.a. Schulaufgabenhilfe angeboten werden. Musische Angebote und allgemeine Erziehung zur Verhinderung von Kriminalität sowie Unterstützung bei der Ausbildung und Lehre sollen das Angebot abrunden.


Minsk-Projekt

Ende 1995 konnten wir über den damaligen TUSEM-Handballspieler Alexander Tutschkin einen Kontakt zum weiß-russischen Innenministerium knüpfen. Hierüber gelang es, drei Kinderheime bzw. -kliniken in der Hauptstadt Minsk und der unmittelbaren Umgebung zu finden, die besonders dringend Unterstützung benötigten.

Mit Hilfe von Sponsoren, insbesondere dem Orthopädie-Großhandel WITZEL, dem Alfried-Krupp-Krankenhaus, der Essener Ruhrlandklinik, dem Mülheimer Altenheim "Haus Ruhrgarten", dem Pharmazie-Unternehmen Gödecke GmbH und den Milchwerken Westfalen eG konnten wir eine umfangreiche Hilfslieferung im Wert von ca. 15.000 € zusammenstellen.

Der Zufall wollte es, dass im Mai 1996 ein Hilfstransport der Landesregierung NRW nach Minsk geplant war. Außergewöhnlich an diesem Transport war, dass die Hilfsgüter mit acht gebrauchten Krankenwagen aus NRW transportiert wurden, die anschließend dem belarussischen Gesundheitsministerium übergeben werden sollten. So konnten wir die Ladekapazität eines VV Bulli nutzen, um unsere Hilfsgüter nach Minsk zu transportieren. Mitte Mai 1996 haben wir die Hilfsgüter nach einer abenteuerlichen Fahrt im

  • Baby Home #1, Minsk
  • Stadtkrankenhaus 1, Minsk
  • Kinderheim s.Radoschkowitschj Minskoi

persönlich abgeliefert.

Bilder unserer Fahrt nach Minsk, Belarus:


Zu dieser einwöchigen Reise können Sie hier einen ausführlichen Erfahrungsbericht lesen.


Unterstützung der Kinderkrebsklinik in Essen

Am 04.10.1994 fand unsere erste Benefiz-Veranstaltung unter dem Motto “Spätsommerfete” statt. Eingeladen waren Freunde, teilgenommen hatten circa 90 Personen. Unterstützt wurden wir schon damals durch die Firma MEDIA ART Essen, die für den “guten Ton” sorgte und viele Freunde, die kostenlos für ein reichhaltiges Buffet sorgten.

Angeregt durch die Presse-Berichterstattung zur Situation der in den Essener Uni-Kliniken behandelten krebskranken Kinder wurde der Erlös in Höhe von 800,- DM (416,52 Euro) zum Ausbau der Krebsstation und des nahegelegenen Elternhauses für übernachtende Eltern dieser Kinder gespendet. Das Haus wurde von der Essener Elternintiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V. mittlerweile aufgekauft und komplett renoviert:

Wir erhielten ein Dankschreiben vom Leiter der Abteilung für Onkologie im Zentrum für Kinderheilkunde, Professor Havers.


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